100 Jahre Finnland -Spätsommerfest im Park der Sinne in Hannover

Am 16. 9. 2017 trafen sich DFG- und Rengas-Mitglieder im Park der Sinne in Hannover zum Sommerausklang. Sonnenschein, blauer Himmel, ein wunderschöner Park und eine perfekte Organisation von Kaarina und Helga erwarteten uns.

Am Nachmittag schnitt die Landtagsabgeordnete Maaret  Westphely  (DFG-Mitglied, Tochter einer Finnin) die Finnland 100 Geburtstagstorte an.

Die Presse war da, auch beim Pölkky und Gummistiefelweitwurf gab es  Zuschauer, die Stimmung ausgesprochen fröhlich.

Dank an Kaarina und Helga!

 

Bericht: Brigitte Schöne

DFG Bundeshauptversammlung Ende Mai in Leipzig

Ende Mai wurde der neue DFG Vorstand auf der Bundeshauptversammlung in Leipzig gewählt. Mari Koskela (Vorsitzende), Hubert Kleine (Schatzmeister, Stellv. Vorsitzender) und Justus Burow  (Stellv., Vorsitzender) (Foto: von rechts nach links) haben die Arbeit aufgenommen. Weitere Infos finder ihr im DFG-Portal. Dem neuen Vorstand alles Gute und gutes Gelingen!

Außerdem wurde der ehemaligen Vorsitzenden Marjaana Staack das Ritterkreuz des Ordens des Löwen von Finnland durch die finnische Botschafterin verliehen. Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier. Auch in den „Club der Elche“ wurde Marjaana aufgenommen, in den DFG-Aktive aufgenommen werden, die sich besonders um die DFG-Arbeit verdient gemacht haben. Danke Marjaana, für deinen Einsatz für die DFG!

Ein Stück Heimat für Finnen und Finnlandfreunde

Die DFG Braunschweig im Löwenstadt Blog.

Braunschweig ist bunt, das zeigt Jahr für Jahr Braunschweig International auf dem Kohlmarkt. Am 20. Mai 2017 präsentieren mehr als 30 Kulturvereine sich und ihr Land beim Fest der Kulturen und ich liebe es, zwischen den Ständen herum zu schlendern, mich von fremden Kulturen inspirieren zu lassen, hier köstliche, spanische Churros zu naschen, dort ein für Polen typisches Tyskie zu trinken und am finnischen Stand die zimtigen Pulla zu probieren.

Apropos Finnland. Das Land im Norden Europas gehört zu meinen Sehnsuchtsorten. Weiterlesen im Löwenstadt Blog

Kalevala – eine literarisch-musikalische Reise

Wie Brigitte in ihrem Bericht schon erwähnte, haben wir viele Ideen gesammelt, wie man das Jubiläumsjahr ausgestalten könnte. Die Liste reicht sicher noch für weitere Jahre. Eine Idee, die ich hegte und im Vorstand vorschlug, hieß „Kalevala“. Ich begann also – mal wieder – mich mit diesem Mythos zu beschäftigen und berichtete meiner Finnisch-Lehrerin Mari Aalto davon. Sie fand das Thema auch interessant und wir überlegten, ob man daraus nicht zweisprachig lesen könnte. Mari hatte bereits so eine Lesung zusammen mit Oliver Simon, dem Schauspieler des Braunschweiger Staatstheaters veranstaltet. Damals war ich fasziniert, dass sich mir der Inhalt des Romans „Fegefeuer“ von Sofi Oksanen erschloss, trotz der für mich unverständlichen finnischen Passagen.

Mari nahm also wieder Kontakt zu Oliver Simon auf, der sich in das für ihn sicherlich fremde Werk rasch einarbeitete und immer mehr Gefallen an der in strengem Metrum gehaltenen Nachdichtung von Lore und Hans Fromm fand. Es folgte ein intensiver Prozess der Auswahl geeigneter Szenen und so reifte der Wunsch heran, doch auch Musik und Bilder einzubeziehen. Die Bilder fanden sich u.a. bei Akseli Gallen-Kallela. Die Suche nach passender musikalischer Untermalung sollte zunächst im heimischen CD-Regal stattfinden. Doch schon bald spukte der Gedanke an Live-Musik in unseren Köpfen. Es fand sich schließlich in Annika Steinke eine junge Sängerin und Instrumentalistin, die die alten Gesänge und das Kantelespiel souverän beherrscht.

Parallel zu den nun beginnenden Proben liefen für uns die organisatorischen Aufgaben: einen für alle Mitwirkenden passenden Termin finden, die Suche nach einem kostengünstigen, geeigneten Aufführungs-Raum, Plakate und Flyer entwerfen, den Karten-Vorverkauf organisieren und die Veranstaltung bewerben.

Am Aufführungstag erfolgten Bühnenbild, Beleuchtungseinrichtung und Bestuhlung aus eigener Kraft, um die Kosten niedrig zu halten. Der nüchtern-funktionale Studiosaal des Kulturzentrums Brunsviga in Braunschweig wurde liebevoll dekoriert: kleine Tischchen zwischen den Sitzreihen mit bunten Teelichtern (natürlich von Iittala), im Blick die Bühne mit neugierig machenden Gegenständen aus finnischer Vorzeit. Nur der Laptop, der die Bilder in den Beamer zauberte, als Sampo verkleidet, schlug den Bogen in die neue Zeit.

Über 50 Gäste kamen und waren gespannt auf das kleine Kammerspiel.

Oliver Simon, Mari Aalto und Annika Steinke spielten mit enormer Kreativität, Sensibilität und Lebendigkeit. Sie präsentierten eine Aufführung, die nicht nur meine Vorstellung und Erwartung weit übertraf.

Den Rahmen der Aufführung bildeten Tagebucheintragungen von Elias Lönnrot, der die Gesänge des Kalevala auf seinen Reisen sammelte und aufschrieb. Seine Ski-  und Wanderausrüstung gehörte u.a. zum Bühnenbild.

Die Wanderung führt nach Kalevala, der Heimat Väinämöinens. Er ist der Sohn der Göttin Ilmatar und erblickte bereits als alter und weiser Mann das Licht der Welt, einer magischen Welt. Er ist ein mächtiger Zauberer, der mit seiner Stimme Kraft Wunder wirken kann. Die größte Macht entfaltet er im Gesang, die sich noch steigert, als er die Kantele erfindet.

Einer der Gesänge handelt von der unglücklichen Aino, die lieber stirbt, als einen Greis zu ehelichen. Es folgt die Rache ihres Bruders und Väinämöinens Ankunft in Pohjola, dem Reich der Nordlandkönigin und die Werbung um die Hand der schönen Nordlandtochter. Um diese heimführen zu können, soll Väinämöinen etliche schwierige Aufgaben erfüllen. Er bewältigt sie alle, bis auf das Schmieden des Sampo „mit dem schönen bunten Deckel“, diese Arbeit überlässt er dem Schmied Ilmarinen. Im Laufe der Geschichte  zerspringt der Sampo im Kampfgewühl.

Oliver Simon ist es gelungen, die Gesänge von jeglichem Pathos zu befreien und die Kraft der altertümlichen Sprache durch geschickte Stimmführung, Gestik und Mimik herauszustellen. Dabei entfaltete er eine Natürlichkeit, die die Schönheit der Dichtung den Zuhörern nahebrachte. Die Dialoge mit Mari, die den finnischen Urtext vortrug, erschlossen sich inhaltlich durch eingearbeitete Zusammenfassungen, bzw. die an das Segel von Väinämöinens Schiff projizierten Bilder.

Annika Steinke umrahmte die Szenen mit zarten, fast meditativen Kanteleklängen und gestaltete die Gesänge anmutig mit ihrer glockenhell klingenden Stimme. Umso überraschender wirkte die Geräuschkombination, mit der sie das Schmieden des Sampo hörbar machte und die Zaubermühle mit einem Tritt gegen einen Blecheimer scheppernd zerspringen ließ.

Ich habe selten ein Publikum erlebt, das so in den Bann des Spiels gezogen war. Mit herzlichem und ausdauerndem Applaus zeigten die Zuschauer ihre Begeisterung. Eine tolle Aufführung, die hoffentlich noch an anderen Orten gezeigt werden kann.

Helga Belckwedel

Die ersten 4 Monate des Jubiläumsjahres – 3 Veranstaltungen mit zeitintensiven Vorbereitungen – ein Rückblick

Am 22. Februar 2017 begann unser kleines Programm zum 100. Geburtstag Finnlands mit einer gemeinsamen Veranstaltung der Bibliothek und der DFG-Bezirksgruppe Braunschweig.

Die Stadtbibliothek im Braunschweiger Schloss lud im Rahmen einer neuen Reihe „Durchblick – Einblicke für Junggebliebene“ ein und gab dem Nachmittag den Titel „Finnen sind anders – Deutsche auch“. Die Bibliotheksmitarbeiterinnen legten alles auf, was der Bestand an finnischer Literatur und Sprachvermittlung zu bieten hat – der Büchertisch war reichlich gedeckt! Romane, Erzählungen, Krimis, Reiseführer, alte Landkarten aus dem Fundus und Sprachkurse – eine erstaunliche Fülle, viele bekannte Autoren, aber auch Neues, unbekanntes Altes gab es da zu entdecken.

Zur Einstimmung hatten wir Bilder und Texte (mit der freundlichen Erlaubnis der Autorin) aus einem finnischen Kinderbuch vorbereitet. „Soiva metsä“ von der bekannten finnischen Kinderbuchautorin Katri Kirkkopelto, welches 2015 anlässlich des 150. Geburtstages von Jean Sibelius leider nur in Finnland erschienen ist.

Kleine Vorträge zum Land, seinen Bewohnern und ihren Besonderheiten schlossen sich an. Über die finnische Sprache und das vorbildliche Bibliothekswesen wurde berichtet und Fragen der Zuhörer beantwortet. Kurzweilig und informativ, wunderschön bebildert  – bei Kaffee und Korvapuustit  – 70 Gäste waren gekommen!

Im März fand der Vortragsabend von Frau Dr. Marketta Göbel-Uotila in den Räumen der Volkshochschule Braunschweig statt. Großes Interesse bei Finnen und Nichtfinnen – 50 Gäste füllten den Vortragsraum im Dachgeschoss der Alten Waage – 1,5 Stunden Vortragsdauer waren angesetzt – reichlich 2 Stunden sind daraus am Ende geworden. Für diejenigen Zuhörer, die schon einen gut gefüllten Arbeitstag hinter sich hatten, sicher strapaziös, für den italienischen Restaurantinhaber, der ab 21:15 Uhr auf uns wartete, die Geduldsprobe!

Ein interessanter Abend und der letzte Vortrag auf der Niedersachsenrundreise von Dr. Marketta Göbel-Uotila, bei welchem sie nochmal alle Register zog. Trotz himmlischer Länge verließ das Publikum begeistert und zufrieden die Volkshochschule, nicht ohne vorher noch einen Händedruck oder ein paar persönliche Worte mit „Marketta“ zu wechseln.

Den wartenden „ Italiener“ haben wir trotz gewaltiger Verspätung noch aufgesucht in fröhlicher Runde gespeist, uns gut unterhalten und erst zur Mitternacht das gastliche Haus verlassen.

Der vorläufige Höhepunkt unserer Jubiläumsveranstaltungen war der KALEVALA-Abend in der Brunsviga, aber darüber wird Helga Bleckwedel berichten.

April 2017 Brigitte Schöne

Hundert Jahre finnische Unabhängigkeit 2017

Was hat sie erlebt, was hat sie geprägt, die in die Jahre gekommene Missis Finnland? Kaum vom Bürgerkrieg erholt, noch nicht volljährig in Zeiten der Prohibition: die swingenden sündigen Zwanziger – da stürzte sie sich ins Vergnügen!
Sie machte drei Kriege mit, überlebte, räumte auf, verließ ihren Wald, machte sich stadtfein – ja, ließ sich sogar „europäisieren“. Wollte einen echten König; bekam nur einen Tangokönig. Sie liebt Miss-Wahlen, Autorasen, Skifliegen, Spiele der Eishockeykerle, Sumpffußball und andere schräge Sportarten. Und ach, sie vergötterte ihr Nokia-Handy! Sie verehrt ihre Künstler, sie hat Stil, sie hat Talent – und ist immer noch auf der Suche nach ihrer Identität. 

Vortragende: Dr. Marketta Göbel-Uotila

Beginn: Do., 23.03.2017 um 19:30 Uhr

Ort: Volkshochschule, Haus Alte Waage 15, Erdgeschoss Foyer

Eintritt frei.

Um Anmeldung bei der VHS wird gebeten.

 

Der „große Brocken“ wurde vertagt zugunsten der „Wiege Anhalts“

Ein Wandertag in bezaubernder Harzlandschaft mit interessanter Geschichtsstunde

Der bedeckte Himmel über Braunschweig hatte  keinen Einfluss auf unsere Wanderlust und am Treffpunkt in Ballenstedt erwarteten uns die DFG-Freunde aus Sachsen-Anhalt mit Sonnenschein. Im Schatten des imposanten Schlossensembles steht das Modell der Burg Anhalt, Weiterlesen

Bildervortrag: Wälder, Seen und mehr – ein sommerlicher Streifzug durch Savo und Karelien. Bildervortrag von Prof. Dr. Axel Bleckwedel

AnkündigungOstfinnlandBild

Der Bildervortrag entführt in die zauberhafte Landschaft im Osten Finnlands,
die in den Nationalparks Koli oder Patvinsuo ihre besonderen Höhepunkte hat.
Zudem führt der Streifzug in das Runendorf Parppeinvaara bei Ilomantsi, wo der
Besucher ganz unterschiedlichen Aspekten der Karelischen Kultur begegnet.
Weitere Stationen sind u.a. das Grubenmuseum Outokumpu sowie Paateri, die
Wirkungsstätte der im Jahre 2001 verstorbenen Holzbildhauerin Eva Ryynäinen.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, dem 8. November 2016 um 19.30 Uhr.
Gemeindehaus „Zum Heiligen Leiden Christi“,
Kirchenbrink 3d, 38124 Braunschweig-Stöckheim
Alle Interessenten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

AnkuendigungOstfinnland