Ausflug zum Internationalen Mühlenmuseum in Gifhorn

Am Samstag, den 6. September 2008 trafen sich 14 DFG-Mitglieder der Bezirksgruppen Braunschweig und Celle-Heideland gegen 15.00 Uhr am Eingang des internationalen Mühlenmuseums in Gifhorn. Mit diesem Ausflug setzte die Bezirksgruppe Braunschweig eine Tradition fort, in lockerer Folge besondere Sehenswürdigkeiten bei Orten, in denen DFG-Mitglieder wohnen, zu besuchen. So wurden beispielsweise bereits das Bergwerk Rammelsberg bei Goslar oder auch die Lübbensteine bei Helmstedt besucht. Diesmal standen also Mühlen auf dem Programm!

Die Gruppe verteilte sich bald im weitläufigen, ca. 16 Hektar großen Gelände. Hier hat der Gründer und Besitzer der Anlage, Horst Wrobel, seit der Gründung vor etwa 30 Jahren mittlerweile 16 Wind- und Wassermühlen aus 12 Nationen zusammengetragen. Die Mühlen sind entweder Originale oder originalgetreue Nachbauten. Als überaus informativ empfanden wir die geräumige Ausstellungshalle. Zu sehen sind maßstabsgerechte und liebevoll ausgestaltete Modelle der verschiedensten Mühlentypen aus aller Welt. Darunter befindet sich auch eine Windmühle aus dem finnischen Uusikaupunki. Darüber hinaus geben viele Zeichnungen Aufschluss über die Technik, die die Menschen entwickelt hatten, um körperlich schwere Arbeiten mit Hilfe von Wind- und Wasserkraft zu verrichten, bevor die Dampfmaschine erfunden wurde. Die Brücke zur Gegenwart wird mit dem Modell einer modernen Windkraftanlage geschlagen

Das Zentrum des Freilichtmuseums bildet ein „Dorfplatz“ umgeben von einigen landschaftstypischen Fachwerkhäusern. Kein Wunder, dass sich angelockt vom Duft frischgebackenen Butterkuchens und kräftigen Bauernbrotes nach und nach die meisten der Ausflugsteilnehmer hier einfanden.

Der nächste Programmpunkt war ein kleiner Spaziergang durch das Zentrum von Gifhorn, fachkundig und kurzweilig geführt durch Herrn Jochen Schneider. Herr Schneider ist Vorsitzender der Europa-Union in Gifhorn und organisiert dort seit einigen Jahren den Europa-Tag, auf dem sich die Deutsch-Finnische Gesellschaft auch in diesem Jahr mit einem Stand präsentiert hat. Herr Schneider wusste viel Interessantes über geographische Besonderheiten und die Geschichte Stadt zu berichten. Beispielsweise kann sich heute wohl kaum noch jemand vorstellen, dass die viel befahrene Bundesstraße 4 bis Ende der 60er Jahre mitten durch das Ortszentrum verlief, wo sich heute die Fußgängerzone befindet.

Der Ausflug klang bei einem gemeinsamen Essen im Restaurant „Villa Antica“ aus. An dieser Stelle sei dem Ehepaar Schneider nochmals für die Organisation dieses schönen Tages herzlich gedankt.