Der „große Brocken“ wurde vertagt zugunsten der „Wiege Anhalts“

Ein Wandertag in bezaubernder Harzlandschaft mit interessanter Geschichtsstunde

Der bedeckte Himmel über Braunschweig hatte  keinen Einfluss auf unsere Wanderlust und am Treffpunkt in Ballenstedt erwarteten uns die DFG-Freunde aus Sachsen-Anhalt mit Sonnenschein. Im Schatten des imposanten Schlossensembles steht das Modell der Burg Anhalt,deren Überreste noch im Selketal zu finden sind und die als Stammburg der Askanier gilt, der Ahnherren des Fürstenhauses Anhalt – erfuhren wir von Christian.

Das Schloss ist eine barocke Dreiflügelanlage, z.T. auf  alten Klostermauern errichtet, davor steht repräsentativ das Schlosstheater. Der Schlosspark wurde vom berühmten Peter Joseph Lennè (dessen 150. Todestag begeht Ballenstedt im September) angelegt, ebenso die zum Schlossberg führende Kastanienallee. Wir schlenderten durch den Park mit seinen Brunnen, Flüsterbänken, Skulpturen und Sichtachsen, verweilten beim Löwen, statteten dem Gustav Adolph-Gedenkstein einen Besuch ab, und genossen den herrlichen Blick zurück auf Schlossteich, Schloss und Mühle. Mitten im Wald trafen wir eine Skisprungschanze mit vom hohen Gras überwuchertem Siegertreppchen und umrundeten die von einem Steinwall umgebene beeindruckende Grabstätte der Hofdame Wilhelmine Buttlar. Danach aßen wir zu Mittag am Gulaschkanonenrastplatz und wanderten anschließend zum Siebersteinteich. Die Gegensteine – Ausläufer der Teufelsmauer- sollten unser nächstes Ziel sein, doch aufziehende dunkle Wolken verkürzten die Strecke und wir wurden zu Korvapuustit, Mokkapalat  und Kaffee am Wegrand mit Blick auf die Gegensteine eingeladen.

Zügig traten wir den Rückweg an, und passgenau begann beim Erreichen des Parkplatzes der Regen.

Kurzweilig, interessant und sehr entspannt war der Tag und die Neugier ist geweckt mehr zu erfahren über die Umgebung in der die Wiege Sachsen Anhalts einst stand– tausend Dank den Gastgebern!

 

23. August 2016 Brigitte Schöne

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