150 Jahre Jean Sibelius – Sinfoniekonzert in Braunschweig

Nur den aufmerksamen Kipinä-Lesern ist es nicht entgangen, dass das Sinfonie-Konzertprogramm des Braunschweiger Staatsorchesters kurzfristig geändert wurde und bereits im März, statt im Juni, Jean Sibelius´ 2. Sinfonie in D-Dur, 0p. 43 auf dem Plan stand. Gemeinsam mit Ludwig van Beethovens Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur, op. 56. So fanden sich doch einige DFG-Freunde in der fast ausverkauften Braunschweiger Stadthalle zum Sonntags- und Montagskonzert ein.

Beethovens Tripelkonzert, mit drei gleichberechtigten Solisten ist schon ein außergewöhnlich beschwingtes Werk. Die Spielfreude der Musiker beim Aufnehmen und Vorantreiben der heiteren Themen übertragen sich rasch auf den Zuhörer. So auch beim Spiel der beiden Streichersolisten aus dem Staatsorchester und dem Gast-Pianisten Bernd Glemser. Die große Begeisterung und Bravorufe veranlassten die Musiker zu einer kammermusikalischen Zugabe, sie spielten den 3. Satz aus Beethovens Klaviertrio Nr.2.

Nach der Pause brach der Dirigent Stefan Soltesz dann mit dem Staatsorchester musikalisch nach Finnland auf. Sibelius´ 2. Sinfonie gilt als seine populärste, sie ist romantisch, voller Kraft, Stolz und Lebensfreude. Die Zuhörer werden mitgenommen auf eine Reise durch friedvolle Landschaften. Helles Aufleuchten, aber auch dunkle Klangfarben schimmern immer wieder durch; die Musik ist voller Spannung, melancholisch, leidenschaftlich – nordisch. Zuversichtlich erstrahlt der hymnische Schluss und das Publikum dankte mit viel Applaus.

Das Sibelius-Jahr hat ja gerade erst begonnen – hoffen wir, dass die neue Spielzeit noch weitere Werke des Jubilars im Plan hat!