Wandern im Märchenwald

Unsere Harznähe und den damit verbundenen Erholungsfaktor wissen wir Braunschweiger gar nicht genug zu schätzen. Erst wenn man sich dann mal aufrafft – wie am DFG-Wandertag der Bezirksgruppe geschehen, nimmt man sich vor, öfter eine so schöne, beschwerliche, aber glücklich machende Auszeit in der so nahen Natur des Harzgebirges zu genießen.

Zum Gasthaus „Steinerne Renne“ stiegen wir auf. Der Weg führt von Hasserode, vorbei am gleichnamigen Bahnhof der HSB, dem historischen Kraftwerk mit Blick in die Turbinenhalle durchs Schaufenster, entlang der Holtemme. Dieses kleine Flüsschen stürzt uns plätschernd, rauschend und gurgelnd entgegen. Über stufige Steinblöcke führt der Weg nach oben, ab und zu gibt es kleine Aus- und Einblicke zum Verweilen. Bald taucht das rote Fachwerkhaus der „Steinernen Renne“ am Felsabhang vor uns auf – es hängt wie ein „Schwalbennest“ recht abenteuerlich über der sprudelnden Holtemme.

Wir umrunden das gastliche Haus, erklimmen rasch noch über große Granitfelsen die Renneklippen (Wodansklippen) und genießen die tolle Aussicht auf das Harzvorland!

Erst danach kehren wir ein und pünktlich mit dem servierten Mittagsessen setzt draußen ein kräftiger Regenguss ein. Beim Verlassen des Gasthauses lacht die Sonne wieder für den Abstieg über die Kleine Renne mit Wasserfall, morschen Holzbrücken, dem mit uns bergab springenden Flüsschen in einer Märchenwaldstimmung – glitzernden Wassertröpfchen an den Blättern und Nadeln im Sonnenlicht.

Kaffee tranken wir noch gemeinsam in der Baumkuchenbäckerei mit Museum und Schauwerkstatt in Hasserode.

Gesprächsstoff gibt es noch für viele lange Wanderungen und Ziele auch! Wir danken Jana, Christian und Aaron, unseren Gästen aus Sachsen-Anhalt fürs Mitkommen – es hat allen großen Spaß gemacht!